Schlaganfall 2017-03-28T15:15:44+00:00

SCHLAGANFALL

Was ist ein Schlaganfall?

Jahr für Jahr erleiden laut der Deutschen Schlaganfall-Hilfe hierzulande rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall – häufig mit folgenreichen Behinderungen in ihrem Alltag.

Ein Schlaganfall kann sich in unterschiedlichen Regionen des Gehirnes ereignen und hinterlässt bei dem Betroffenen je nach Schweregrad unterschiedliche Schäden.

Ursache für einen Schlaganfall ist eine Durchblutungsstörung im Gehirn

Diese Durchblutungsstörung wird zum Beispiel durch einen Blutpfropf verursacht, der sich auf einer verkalkten Gefäßwand bildet (Thrombus). Ebenfalls kann ein Blutgerinnsel, das mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangt (Embolus) die Durchblutungsstörung verursachen.

Schlaganfall (Apoplexie)

Der Schlaganfall (Apoplexie) ist die Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Dadurch erhalten die Nervenzellen im Gehirn zeitweise zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe und gehen zugrunde.

Schlaganfall durch Gefäßverschluss

Beim einem Ischämischen Schlaganfall (ca. 80 % der Schlaganfallpatienten) handelt es sich um eine Minderdurchblutung des Gehirns. Die Ursache hierfür kann unterschiedliche Gründe haben.

Schlaganfall durch Hirnblutung

Bei einem Schlaganfall durch Hirnblutung (ca. 20 % der Schlaganfallpatienten) wird ein zum Gehirn führendes Blutgefäß plötzlich verstopft oder ein Blutgefäß platzt. Hierdurch fließt Blut in das umliegende Hirngewebe.

Durch einen Schlaganfall werden Nervenzellen in bestimmten Gebieten des Gehirns beschädigt oder zerstört. In der Folge eines Schlaganfalls entstehen unterschiedliche neurologische Ausfälle.

Symptome eines Schlaganfalls

Schlaganfallpatienten zeigen unterschiedliche Symptome. Ein herabhängender Mundwinkel (schiefes Grinsen) und Sprachprobleme sind ein Hinweis auf einen Schlaganfall. Ebenfalls wird ein Schlaganfall von einem Schwindel-Gefühl begleitet.

Beeinträchtigungen eines Arms oder Beins sind ebenfalls als Hinweis auf einen Schlaganfall zu werten. Häufig ist eine Körperhälfte schlaff und bewegungsunfähig. Die Berührungsempfindung der gelähmten Körperhälfte ist nicht mehr vorhanden.

Nicht selten kommen eine Bewusstseinstrübung oder Ausfälle der höheren geistigen Funktionen wie Sprachverständnis, Erkennen und Begreifen hinzu.
Halbseitige Lähmungen (Hemiplegie/Hemiparese)

Unter einer Hemiplegie versteht man die komplette Lähmung einer Körperseite. Hemiparese ist eine leichte bzw. teilweise Lähmung.
Die Hemiplegie/Hemiparese tritt bei einer Schädigung der gegenüberliegenden Hirnhälfte auf. Die linke Gehirnhälfte ist für die Steuerung der rechten Körperseite, die rechte Gehirnhälfte für die Steuerung der linken Körperseite zuständig.
Als Folge der Lähmung können die Betroffenen nicht ohne Unterstützung sitzen, aufstehen, gehen oder sich auf die gesunde Seite drehen.

Sprachstörung (Aphasie)

Plötzliche Sprachstörungen sind eine Folge des Schlaganfalls. Der Betroffene kann Dinge nicht mehr formulieren oder versteht einfache Wörter nicht mehr.

Lähmung des Peronaeus-Nerves

Durch eine Lähmung des Peronaeus-Nerves sind Schlaganfallpatienten nicht mehr in der Lage, die für das Anheben des Fußes notwendige Muskulatur anzusteuern (Fußheberschwäche).

Schluckstörungen (Dysphagie)

Als Folge eines Schlaganfalls ist die bei vielen Patienten die Koordinierung des Schluckprozesses gestört. Als Folge hieraus treten Schluckstörungen (Dysphagie) auf.

Hinweis: Schlaganfall ein Wettlauf gegen die Zeit

Bei akuten Symptomen ist der Hausarzt oder in lebensbedrohlichen Situationen der Rettungsdienst (112) zu informieren.

Rückgewinnung der Fähigkeiten

Nach einem Schlaganfall stellen sich für die Patienten und seine Angehörigen viele Fragen zur Therapie und Rückgewinnung der verloren gegangenen Fähigkeiten.

Schnelle Hilfe nach dem Krankenhaus

Nach erfolgter Akutversorgung wird das Ausmaß der Schädigung festgestellt. Es können einzelne oder mehrere Bereiche beeinträchtigt sein. Die optimale Form der Therapie und Rehabilitation wird individuell für jeden Patienten bestimmt.

Mobilität und Selbstvertrauen

Durch verschiedene physiotherapeutische Maßnahmen wird an der Wiedererlangung von Fähigkeiten, Mobilität und Selbstvertrauen gearbeitet. Maßnahmen im Bereich der Physiotherapie sind: Gangschule, Atemgymnastik, Bewegungsübungen, Massagen und weitere spezielle Therapieformen bei Bedarf.

Im Rahmen der Ergotherapie werden z.B. Fingerfertigkeiten eingeübt. Logopäden üben die Sprache bei Verlust ein und trainieren das Artikulationsvermögen.

Die eigenständige Mobilität des Patienten nach einem Schlaganfall ist für die Rehabilitation aber auch für die pflegenden Angehörigen entscheidend. Wir finden jeweils die richtige Lösung, um die Mobilität optimal zu unterstützen.

Auch ist die Mobilität der Patienten ist ein wesentlicher Faktor zur Erhaltung der Lebensqualität und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Deshalb empfehlen Ärzte und Therapeuten die Verwendung von Hilfsmitteln zur Steigerung der Mobilität.

Hilfsmittel erhöhen den Aktionsradius und ermöglichen das Teilnehmen am „normalen“ Leben. Für pflegende Angehörige gibt es sehr komfortable Hilfsmittel, die das Überwinden von Treppen oder das Bewegen von Rollstühlen erleichtern oder gar erst ermöglichen.

Autofahren nach dem Schlaganfall

Zur Mobilität gehört auch das Auto, des Deutschen liebstes Kind. Mit einigen Vorkehrungen ist das Autofahren auch nach einem Schlaganfall möglich.

Die Deutsche Schlaganfallhilfe hat umfassende Informationen zu den folgenden Themen zusammengestellt:

  • Erstellung eines Gutachtens zum Nachweis der Fahrtauglichkeit
  • Information der Führerscheinstelle
  • PKW Umrüstung
  • Fahrtauglichkeit zurückgewinnen
  • Beantragung eines Behindertenausweises (Behindertenparkplätze)

Umfassende Informationen finden Sie auf der Webseite: www.schlaganfall-hilfe.de

Umgerüstete Fahrzeuge könnten häufig nur von spezialisierten Werkstätten repariert werden. Der BAVC bietet einen umfassende Mobilschutz für Fahrer von umgerüsteten PKW an: www.rehaVital.de/mobilschutz

Eine umfassende Organisation der ambulanten Pflege und der Homecare-Versorgung ist für Patienten nach einem Schlaganfall wichtig, wenn Sie weiterhin in der eigenen Häuslichkeit leben möchten.

Wir analysieren einen individuell auf die Bedürfnisse des Schlaganfall-Patienten angepasstes Versorgungskonzept und stimmen dieses mit den an der Pflege beteiligten Personen ab.

Pflege nach dem Schlaganfall

Die Deutsche Schlaganfallhilfe hat umfassende Informationen zum Thema Pflege nach Schlaganfall zusammengestellt:

  • Informationen über Leistungen der Pflegekasse (Pflegestufe)
  • Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK)
  • Absicherung der pflegenden Angehörigen
  • Leistungen ambulanter Pflegedienste

Umfassende Informationen finden Sie auf der Webseite: www.schlaganfall-hilfe.de

Therapieunterstützung nach Schlaganfall

Mit einer Vielzahl an medizinischen Hilfsmitteln kann die Rehabilitation und der Weg zurück in ein normales Leben aktiv unterstützt werden. Sie ermöglichen Pflegekräften und pflegenden Angehörigen, diese verantwortungsvolle Aufgabe im häuslichen Umfeld wahrzunehmen.
Hilfsmittel bei Apoplexie

Im Folgenden finden Sie sinnvolle und hochwertige Hilfsmittel für die Unterstützung von Therapie und Rehabilitation nach einem Schlaganfall. Auch für die Pflege zu Hause zeigen wir Ihnen bewährte Produkte, die den Alltag erleichtern und pflegenden Angehörigen die nötige Sicherheit und Unterstützung geben.

Die aufgezeigten Produkte stehen exemplarisch für die jeweilige Art des Hilfsmittels, da wir unterschiedliche Modelle für unterschiedliche Anforderungen führen und auf Wunsch auch individuell für Sie bestellen.

Bad & WC

Badewannenlifter
Badebretter / Badewannensitze
Griffe für Bad und WC
Hilfsmittel zur Körperpflege
Toilettengriffe / Toilettensitze / Toilettensitzerhöhungen

Elektrostimulation

Funktionelle Elektrostimulation (FES)
Neurostimulation (z.B. ActiGait®)

Ernährung

Enterale Ernährung
Trinknahrung (z.B. zum Einsatz bei Schluckstörungen)

Krankenpflegeartikel

Esshilfen und Trinkhilfen
Haushaltshilfen
Inkontinenzhilfen
Bettschutzeinlagen
Einmalhandschuhe
Urinflaschen und Stechbecken

Lagerungssysteme & Aufrichthilfen

Unterschenkellagerungsorthese

Mobilitätshilfen

Antriebe und Bremssysteme für Rollstühle (Zusatzantriebe)
Elektrische Schiebehilfen (z.B. Viamobil von Ulrich Alber)
Elektromobile / Scooter
Gehilfen
Rollatoren
Rollstühle (z.B. Hemiplegie)
Treppensteiger (z.B. Scalamobil)
Treppenlifte

Pflegebetten

elektrische Pflegebetten
elektrische Einlegerahmen

Orthesen

Dynamische Fußheberorthesen
Fingerquengelorthesen (Kontrakturbehandlung)
Handorthesen
Immobilisationsorthesen zur CIMT-Therapie (z.B. NEURO-RESTRICT)
Peronaeus-Schiene bei Fußheberschäche
Schulterorthesen (z.B. Omo Neurexa, Neuro-Lux II)
Textile Fußheberorthesen (z.B. NEURODYN classic)
Unterschenkelorthesen

Sauerstofftherapie

Sauerstoffkonzentrator
Flüssigsauerstoff (LOX)
Druckgasflaschen (GOX)

Therapiehilfen

Aufstehhilfen
Bewegungstrainer (z.B. MOTOmed, THERA-Trainer)
Gymnastikhilfen
Katapultsitze
Therapiebälle (z.B. Handmaster Plus®)
Trainingsgeräte

Anwendung von Hilfsmitteln

Hinweis: Vor der Anwendung von Hilfsmitteln ist eine ärztliche Empfehlung bzw. eine persönliche Beratung durch einen Hilfsmittelexperten notwendig.

Torsten Massing

Geschäftsführer / Orthopädiemechanikermeister / Bandagistenmeister / Schlaganfall-Experte
Tel.: 02191 – 933 440

torsten.massing@goll-schracke.de

Andreas Koch

Schlaganfall-Experte / Hilfsmittelcoach
Tel.: 02191 – 933 4414
Fax: 02191 – 933 4432

andreas.koch@goll-schracke.de